Zwischen Grueblern und Kindermenschen

· Ein Mittelmaß wäre gut zu finden ·

Wenn man andere Menschen dabei beobachtet wie sie etwas tun, das ihnen wirklich Freude bereitet, etwas das ihr Herz erfüllt, dann will man das auch. So ging es mir zumindest immer. Die erste Schlussfolgerung wäre vielleicht es ihnen gleich zu tun um die gleiche Freude zu empfinden. Nur merkt man schnell, dass diese eine Sache die diese andere Person so erfüllt einem selbst vielleicht gar nicht so viel gibt. Wir sind doch alle verschieden, kann es dann überhaupt etwas geben, dass uns alle gleich glücklich macht? Ich denke mir natürlich nicht. Wenn man dieses Glück empfinden will, dass man bei anderen Menschen so leicht erkennt, wenn sie ihrer Leidenschaft folgen, so muss man sich sehr viel mit sich selbst beschäftigen um heraus zu finden was die eigene Leidenschaft oder die eigene Vorstellung von Glück wohl ist.

Es gibt keine einheitliche Formel für dieses Glück. Jedes einzelne Individuum muss sich seine eigene Antwort erarbeiten. In einer seiner Geschichten: „Siddhartha“, schrieb Hermann Hesse nebst vielem anderen eben auch von den Kindermenschen. Eine Geschichte die mir sehr gefällt. Diese Kindermenschen sind leicht zufrieden zu stellen, wie Kinder eben und das wäre ein Geschenk für all die Grübler unter uns. Sie spüren pure Freude über Einfaches und streben auch nach gar nicht viel mehr. Von der Seite eines Grüblers her betrachtet mag das unvorstellbar sein doch Kindermenschen sind glücklich, denn sie Sorgen sich nicht und sie kümmern sich nicht um das was noch möglich wäre. Sie sind im hier und jetzt und deshalb froh. So habe ich mir diese Kindermenschen vorgestellt. Immer alles zu hinterfragen nimmt vielen Dingen schnell wieder ihren Glanz. Dabei wäre es doch so einfach. Setz dir ein Ziel, arbeite hart und vor allem schlau darauf hin und sobald du kannst verwirkliche es.

Es sind im Großen und Ganzen doch die vielen kleinen Dinge die zusammengesetzt ein Gefühl von Glück erzeugen. Ebenso sind es die vielen kleinen Schritte die zählen um uns näher an unsere Ziele zu bringen. Tag für Tag ändert sich augenscheinlich nichts doch ein, zwei Jahre später ist alles anders. Jeder einzelne Moment kann bestimmen in welche Richtung sich unsere eigene Geschichte entwickelt und wie beim Geschichten schreiben kann man die Wörter und Seiten einfach sich selbst überlassen und vor sich hinplätschern lassen doch dann weiß man nie was am Ende für ein Werk dabei herauskommt. Viel eher ist man auf der sicheren Seite was die Entwicklung der eigenen Geschichte betrifft, wenn man sich schon zu Beginn Gedanken über das Grundgerüst macht. Die einzelnen Elemente dabei müssen noch entdeckt werden doch das Ziel ist klar. Nur ein Ziel das klar formuliert ist kann auch erreicht werden. Die eigene Vorstellungskraft bietet einem dabei einen enormen Antrieb.

Über die Vorstellungskraft habe ich noch etliches zu sagen doch das würde diesen Rahmen vielleicht sprengen. Wie so oft habe ich mir bei dieser Geschichte nun doch kein Grundgerüst überlegt an dem sich meine Worte entlang hangeln. Sie sprudeln einfach aus mir raus und werden am Ende unterhaltsam sein und vielleicht auch ein wenig zum Nachdenken anregen. Ein Mittelmaß wäre wünschenswert, zwischen dem Grübler und dem Kindermenschen. Einfach ein wenig von beidem. Nicht zu viel Nachzudenken um die Freuden der Einfachheit nicht zu zerstören aber eben doch noch genug zu denken um ein wenig über sich hinaus zu wachsen. Am Ende vielleicht doch sogar enorm über sich hinaus zu wachsen. Die kleinen Entwicklungen ergeben ja wie gesagt summiert am Ende die großen Erfolge.

November 30, 2017

Madeleine

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