Wo die Reise hinführt

kann man absolut planen, doch eigentlich macht das wenig Sinn.

Versteh mich nicht falsch, Pläne sind schön und gut und auch wichtig . . . doch, wenn das Leben einem dann ganz anders zuspielt als gedacht, heißt es rein ins Abenteuer.

Ich bin wohl ganz schön im Abenteuermodus, wenn ich meine letzten Beiträge so durchlese. Aber, ist das Leben nicht auch ein wahnsinns Abenteuer? Ich meine, wer weiß schon was passiert? Niemand. Das kann absolut niemand sagen.

Mir hat ein sehr guter Freund heute einen wichtigen Satz mit auf den Weg gegeben:

“Madeleine, solange niemand stirbt ist alles halb so schlimm.”

Zu dieser Zeit hat das einen tieferen Sinn, denn wir mussten uns innerhalb kürzester Zeit von zwei Menschen verabschieden. Er hat vollkommen Recht. Alles ist halb so schlimm. Ich habe eine Reise geplant und dann eine ganz andere angetreten.

Diese brachte mich wieder hierher zurück. Eine Entscheidung nach der Anderen führt mich genau da hin, wo ich hin gehöre. Dessen bin ich mir absolut sicher und darauf vertraue ich. Das Leben weißt mir in meinem Fall immer den richtigen Weg. Manchmal fällt es allerdings schwer ihn zu erkennen in all dem Tumult. Nur weil ich diesen einen Schritt gewagt habe, habe ich die Menschen getroffen, die jetzt in meinem Leben sind, habe ich die Möglichkeiten gesehen, die in Bereichen versteckt sind zu denen ich sonst wohl nie gekommen wäre.

Wie ist es wieder hier zu sein, nachdem ich alle Zelte abgebrochen habe? Meine Wohnung ist weg, mein alter Job ist weg, den Großteil meiner Sachen habe ich verschenkt und mein Auto gehört mir nicht mehr.

Nun, ich habe alle was ich brauche. Solange ich das tue, was mich glücklich macht, kann ich nur gewinnen. Ich kann mich neu erfinden, wie so oft und vielleicht  das finden worauf ich bauen kann. Wenn man nicht genau weiß was man will, probiert man eben solange aus, bis man es  weiß.

Manch einer denkt vielleicht, weil ich oft die richtigen Worte finde um anderen zu helfen habe ich mit Sicherheit absolut alles im Griff. Einer Sache kannst du dir immer Gewiss sein: Wir alle kämpfen mit unseren Dämonen und du bist mit deinen Problemen nie allein.

Um das heraus zu finden muss man sich aber erst einmal trauen, über die eigenen Dämonen zu sprechen. Und während man so von sich erzählt, fällt einem das im ersten Moment vielleicht nicht auf, doch dein Gegenüber hat auch sein Päckchen zu tragen. Jeder von uns hat das was glaube ich gut funktioniert ist, nicht zu versuchen alles alleine schaffen zu wollen.

Wir sitzen doch alle im gleichen Boot. Schon fast töricht komme ich mir vor, wie verloren ich mich manchmal fühlte. Dann, wenn ich den Mut hatte meinen Vertrauten von meinen Sorgen und Ängsten zu erzählen, merke ich wie nichtig und unbegründet sie sind und vor allem wie auch meine Liebsten mit ähnlichen Sorgen kämpfen.

Wenn ich ein wenig zerstreut wirke, liegt das vermutlich daran, dass ich ein wenig zerstreut bin. Doch ich habe gelernt, dass es nichts Schlechtes ist, auch mal zuzugeben, wenn man nicht immer stark sein kann. Jeder hat “schwache” Momente. Es zählt einzig und allein, wie wir aus ihnen hervorgehen.

Ich darf noch so Vieles lernen und ausprobieren. Ich werde auch einen Teufel tun, auf Social Media weiterhin anderen Menschen Weisheiten zu erzählen. Ich bleibe bei meinem Kredo: Nur du allein kannst wissen, was dich glücklich macht und es ist absolut egal was alle anderen darüber denken.

Wenn ich rückwirkend darüber nachdenke, was in den letzten Monaten alles passiert ist und was ich für Erfahrungen gemacht habe dann kann ich wohl Folgendes sagen:

Nichts im Leben ist so wichtig, wie die Menschen darin.

Von der geplanten Route abzuweichen, kann einen an ungeahnt schöne Orte führen.

Gemeinschaft macht stark. Loyalität und Zusammenhalt, das sind Werte die ich für mich und mein Leben anstrebe. Was bringt mir alles Glück der Welt, wenn ich es mit niemandem teilen kann?

Ja, ich bin wieder hier. Und ich bin gespannt, was das Leben als nächstes für mich im Petto hat!

August 1, 2018

Madeleine

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