Gedankenwelten

· Meine Art zu Schreiben und wie du auch lernen kannst Texte zu verfassen ·

?>

Schon lange schreibe ich einfach nur was ich denke. Warum ich so genau den Nerv der Zeit bei manchen Menschen treffe, kann ich gar nicht sagen. Ich kann auch nicht sagen welche Worte oder Art zu schreiben es sind, die dazu führen, dass dich mein Text berührt oder nicht. 

Ich schreibe was ich denke und ich denke viel, sehr viel. Ich denke nach und grüble über das Leben, das Universum, die Liebe, den Tod, das Leben nach dem Tod, den Alltag, Beziehungen, Freundschaften, Karriere…eben alles worüber man sich Gedanken machen kann. Ich denke auch über absolut nichtige Dinge nach zum Beispiel woher eigentlich die Fruchtfliegen kommen, aber darüber zu schreiben würde für dich als Leser wohl wenig von Interesse sein, daher schreibe ich über das wovon ich denke, dass es dir auf irgendeine Art und Weise eine Bereicherung sein kann. Es kann dich einfach nur unterhalten, ablenken oder inspirieren. Es kann dich ermutigen und bestärken, das hoffe ich zumindest mit meinen Texten zu erreichen.

Gut schreiben zu können, egal ob erfundene Geschichten, Reiseberichte, Gedichte oder sonstige Art von Texten setzt, denke ich voraus, sich Gedanken zu machen. Sich Gedanken über alles mögliche zu machen. Man könnte es auch als eine Art Brainstorming bezeichnen. Oft schreibt man verschiedenes, auf den ersten Blick wirres Zeug auf. Ich habe dafür sogar ein extra kleines Notizbuch, das ich liebevoll mein Ideen-Buch nenne.  Dort schreibe ich ALLES, wirklich alles auf, das mir in den Sinn kommt zwischendurch. Dann, später, wenn ich das Gefühl habe, jetzt bin ich in meiner Muse und jetzt möchte ich schreiben, komme ich auf dieses Buch zurück. Manchmal plane ich explizit heute einen Beitrag zu schreiben, meist habe ich dann auch schon die Idee wie der Post aussehen soll und was er vermitteln soll im Kopf.

Es gibt aber auch Momente, in denen ich spontan anfange und die Idee dann während der ersten zwei Zeilen kommt. So ging es mir bei diesem Post. Ich wollte eigentlich für alle, die mir noch nicht auf Instagram folgen hier in einem Post meine letzten Geschichten und Texte nochmal zugänglich machen. Meine aktuelle Gedankenwelt. Während ich allerdings den Titel für diesen Post geschrieben habe, hatte ich viel mehr das Verlangen darüber zu schreiben, wie ich diese Texte erstelle und es so für dich leichter zu machen, das selbst zu tun für welche Zwecke auch immer.

Hier also wie ich meine Gedankenwelt niederschreibe und wie du das vielleicht auch tun kannst.

 ♦ Wie gesagt, wichtig war und ist mir immer, dass ich mir Gedanken mache. Somit habe ich überhaupt erst etwas über das ich schreiben kann. Jeder hat ja etwas, das ihn oder sie beschäftigt. Das kann alles mögliche sein, wirklich alles. Wenn ich mir nun ständig Gedanken mache, dann kommen mir auch Ideen diese schreibe ich sofort auf sonst sind sie wieder weg. Glaub mir, du denkst du kannst sie dir eine Stunde merken, aber dann ist sie weg. Also schreib alle deine Ideen für Geschichten oder Beiträge oder sonstiges direkt auf. Das ist auch zugleich eine hervorragende Übung sich daran zu gewöhnen, dass man Dinge ausformulieren muss.

Es ist erstaunlich wie schwer es einem fallen kann Gedanken zu formulieren. Wenn wir reden fällt und das total leicht, nicht wahr? Das liegt oft daran, glaube ich, dass wir reden ohne vorher darüber nachzudenken was wir eigentlich sagen wollen. So passiert es auch oft, dass wir etwas sagen, das wir ganz anders gemeint haben.

♦ Sich vor dem Sprechen Gedanken darüber zu machen was man sagen will ist eine zweite sehr gute Übung um sich aufs Schreiben vorzubereiten. Das wirkt weit vorgegriffen, aber es hat wie gesagt den Hintergrund, dass wir anfangen uns zu überlegen was wir vermitteln wollen. Eine wirklich erweiterte Form dieser Übung ist, sich Gedanken zu machen ob das was gesagt werden soll eine Bereicherung darstellt. Für Texte gilt aber eine andere Norm, denn  nur, weil ein Text geschrieben wurde heißt das noch lange nicht, dass er auch gelesen werden wird. Das wiederum gibt einem die Freiheit zum Üben, weil man keine Angst haben muss was jemand anderes über den Text denken könnte. Dies stellt dann auch den dritten Schritt dar.

♦ Übe dich im Verfassen von Texten egal welcher Art. Briefe, Tagebucheinträge, nette Whats-App Nachrichten oder SMS an geliebte Menschen, Postkarten (macht ja heute auch fast keiner mehr). Wann immer ich ein Thema hatte, das mich beschäftigt bei dem eine andere Person beteiligt war, habe ich dieser Person einen Brief geschrieben. In 90 Prozent der Fälle haben ich diesen Brief niemals übergeben, aber nieder zu schreiben was ich gedacht habe, hat mir unglaublich viel Klarheit verschafft im Nachhinein und ich konnte es mir auch einfach mal von der Seele reden. Also versuche doch das nächste Mal, wenn dir etwas passiert ist, das du besonders toll oder besonders schlimm fandest, an die beteiligte Person einen Brief zu schreiben, den er oder sie nie lesen wird.

♦ Im letzten Schritt geht es darum Texte zu verfassen, die gelesen werden sollen. Wenn ich etwas schreibe, das in die Welt hinaus gehen soll, überlege ich mir vorher welchen Mehrwert mein Text mitgeben soll. Für mich ist das ein sehr wichtiges Merkmal eines guten Textes, dass dieser irgendeinen Mehrwert hat. Sprich, ich würde niemals einen Text veröffentlichen, indem ich mich einfach nur schrecklich über etwas auslasse ohne irgendeine konstruktive Kritik dabei zu üben. Meine Texte sollen, wie bereits zu Anfang gesagt, immer irgendeine Bereicherung darstellen, selbst wenn es nur der Unterhaltung oder Ablenkung dient. Oft geben Texte dem Leser auch viel Freiraum für Interpretation, schließlich verbindet jeder Mensch gewisse Worte oder Geschichten mit eigenen anderen Erlebnissen und Gefühlen.

Meine 5 Schritte um bessere Texte zu verfassen:


1) Fang an dir Gedanken zu machen und gehe mit offenen Augen durch die Welt um etwas zu finden worüber du schreiben möchtest

2) Schreibe alle deine Gedanken und Ideen ständig nieder, um dich zum einen später daran zu erinnern aber zum anderen – und das ist der eigentliche Sinn dieser Übung – um dich daran zu gewöhnen Gedanken aufzuschreiben

3) Übe dich darin deine Gedanken auszuformulieren, indem du vor dem Sprechen darüber nachdenkst, was du eigentlich sagen möchtest

4) Fange an Texte zu Verfassen und Gedanken lange und ausführlich auszuformulieren zum Beispiel indem du Briefe schreibst, Tagebuch schreibst oder intensive positive Whats-App Nachrichten oder SMS an andere verschickst

5)  Denke beim Verfassen von öffentlichen Texten daran, dem Leser einen Mehrwert und eine Bereicherung mit deinen Worten zu schenken

 Das sind beispielshalber  zwei sehr unterschiedliche Texte, die ich als Bildunterschriften unter meinen Instagram Posts verfasst habe:

Ich wache auf. 05:30 morgens. Mein Kopf ist schwer und mein Rücken schmerzt. Kein Wunder, ich gehe seit einigen Tagen viel zu spät ins Bett und dabei brauche ich meinen Schlaf so dringend! All die Dinge die mich wachhalten sind aber so unglaublich und ich kann nicht anders als jede Sekunde davon auszukosten. Ich wachse und wachse. Yoga früh morgens hilft mir dabei meinen steifen Rücken wieder sanft und beweglich zu machen. Nach einigen Stunden und erledigten Tasks lege ich mich nochmal hin. Um 11:00 sollte ich meine Lisa treffen aber es wurde 13:00! Runter zum Steg sind wir wieder gegangen und haben geredet und Tee getrunken. Nach einiger Zeit wird so ein Steg recht unbequem. Ich setzte mich um und habe dabei die Teekanne in den See gekickt. Davor redeten wir noch darüber, dass ich immer reinspringen will wenn ich am Wasser bin. Auch jetzt, nur geht das nicht ohne Auto direkt daneben. Ich würde an einer Lungenentzündung sterben. Jetzt war die Kanne im Wasser, so war das aber nicht geplant. Bäuchlings habe ich sie wieder rausgefischt und wir redeten weiter. Lachten. Schwärmten. Das tut so gut. Die Menschen in deinem Leben machen das Leben lebenswert denke ich. An diesem Tag auf alle Fälle. Auch die von denen wir einander erzählten. Es wurde kalt und ich ging zurück nach Hause. Zurück zu meinen Projekten, Aufgaben und Plänen. Danke Lisa @liisa.eder ❤
.
#muse #create #happiness #author #writer#books #booklover #stories #storyteller#wriring #friendship #goals #freedom#yoga #dailyinspo #inspiration #home#nature #lake #freedom

Hier geht’s zum Post

Was machst du wenn du auf diesem weißen Dach stehst zu deinen Füßen dieses unfassbar tiefblaue Meer. Du atmest. Bist ruhig und kannst es nicht fassen. Welche wunderschönen Orte deine Erde für dich bereit hält. Das auch noch so greifbar. Griechenland. Das ist ein Katzensprung. Ein paar Flugstunden später bist du in einer anderen Welt. Neue Menschen, neue Gepflogenheiten, neue Umgebungen. Nichts regt deinen Geist und deine Kreativität so sehr an wie eine neue Umgebung. Du stehst dort und hörst alten Männern mit weißen Haaren und Brille zu, wie sie dir Geschichten über Götter, Halbgötter und Sterbliche erzählen. Du atmest. Die salzige Meeresluft fühlt sich an als würde sie jede Pore und jede Zelle deines Körpers reinigen. Die weißen Häuser und Gassen sind so hell, dass du deine Augen kaum offen halten kannst doch du willst jeden klitzekleinen Fleck dieser Stadt aufsaugen. Nirgends bist du so du selbst wie an einem fremden Ort. Deine Güte und dein offenes Herz sowie deine Ängste und Zweifel kreisen ständig in deinem Kopf weil du dich mit Neuem auseinandersetzt. Nirgends lernst du so viel über dich wie unter neuen und fremden Bedingungen. Alles, alles was hier passiert wirkt hundertfach intensiver und du willst jeden Augenblick in dein Gedächtnis brennen damit du immer wieder hierher zurückkommen kannst. Zu einem märchenhaften Ort der dich daran erinnert hat wie glücklich du bist zu sein. Einfach nur zu sein. Nichts ist einfacher und nichts wirkt schwieriger. Atme. Du bist hier. Du bist.
.
#thoughts #author #autor #writer #travel#greece #gratitude #hope #life #love#growth #success #change #development#inspiration #muse #create #happiness#createyourself

Hier geht’s zum Post

März 31, 2018

LEAVE A COMMENT

RELATED POSTS