Warum nicht einer von den Menschen sein, die wir da draußen suchen?

Es ist mutig du selbst zu sein und es ist wahnsinnig es nicht zu sein

Als ich den letzten Beitrag „Was ist mein Thema?“ online gestellt habe, hatte ich richtig Herzklopfen. Ich hatte Schiss. Angst, dass ich jetzt zu viel erzählt habe und dadurch . . . ja . . auch irgendwie Angst was andere denken könnten.

Am Abend darauf traf ich einen Freund, der mir dann sagte: „Hey Madeleine, ich hab deinen neuen Text gelesen, Find ich echt krass und mutig von dir. Sau cool, dass du das machst.“

Wenn andere Menschen an sich zweifeln, dann sehe ich sie an und denke mir: “Bist du wahnsinnig? Siehst du nicht wie toll du bist. Sei einfach du selbst dann kannst du nur gewinnen!“ Das fällt mir leicht über andere zu sagen, denn dort sehe ich so viel und absolute Vollkommenheit. Bei mir selbst ist das aber anders. Ich war sehr streng zu mir und sehr kritisch.

Doch da kommt wieder diese Stimme in mir auf und wird laut und sagt mir all die Dinge, die ich anderen Menschen oft sage. Ich kenne das, wenn du irgendwie Angst davor hast was andere denken, nicht weil es dich wirklich interessiert. Sondern, so war das bei mir zumindest immer, weil ich dazu gehören wollte, weil ich nicht ausgeschlossen werden wollte. Ich wollte mitspielen, nicht die Außenseiterin sein, gerade weil ich mich so oft falsch hier gefühlt habe. So als würde ich hier nicht reinpassen. Das hat mich wahnsinnig gemacht.

Ich kam aber zu einer wirklich tiefen und guten Erkenntnis. Ich glaube, ich habe mich so falsch und fehl am Platz gefühlt, weil ich tief in mir gespürt habe, dass ich nicht bin wer ich sein kann. Ich habe nicht gelebt, was ich wirklich gedacht und gefühlt habe. Schritt für Schritt, je mehr ich das aber getan habe, ging es mir besser.

Ironischerweise kommt danach der Zuspruch von außen, dann wenn du anfängst dein Ding zu machen. Wir alle wollen doch  einfach nur sein wer wir wirklich sind, ehrlich sagen können was wir fühlen und denken. Irgendwie haben wir uns da scheinbar ein eigenes unsichtbares Gefängnis gebaut. Dabei ist es im Grunde so simpel. Es ist nicht leicht, aber es ist simpel.


„Wer bin ich wirklich?“ – das ist eine interessante Frage. “Wer will ich sein?” – das ist jedoch die wichtige Frage. Zu jeder Sekunde, im Hier und Jetzt – Jetzt – Jetzt – kannst du dir aussuchen wer und wie du sein willst. Wie ich in ganz vielen anderen Texten schon geschrieben habe, unser größtes Geschenk ist unser freier Wille. Dadurch können wir alles sein, was wir sein wollen.

Und jeder der dir etwas anderes sagt, erzähl dir in Wirklichkeit nur was er über sich selbst glaubt. Wenn ich DU sage, meine ich eigentlich MICH. Du kannst in anderen nur erkennen was du von dir selbst auf eine Weise kennst und da schließt sich der Kreis wieder. Du siehst die Welt so wie du bist, nicht so wie die Welt ist.


Du bist hier als einzigartiger Mix aus deinen Erfahrungen, deinen Genen, deinen Talenten, Prägungen und so weiter. Es gibt dich kein zweites Mal. Dieses „ICH“ wird dich dein ganzes Leben begleiten, doch du kannst frei wählen wie dein „ICH“ aussieht. Also feiere dich, mach was sich richtig anfühlt für dich und habe keine Angst davor. Uns geht es doch allen so, also wovor sollen wir uns verstecken. Es ist doch alles gut. Ich sage mir das selber auch noch ab und zu, so wie gestern beim Veröffentlichen des Textes. Wovor habe ich denn Angst. Das bin ich, SO will ich sein, DAS will ich schreiben also raus damit. Wenn ich mich gut dabei fühle, dann kann es nur richtig sein für mich und es liest sowieso jeder das was er lesen möchte und jeder wird es anders verstehen. Daher bringt es nichts etwas zu schreiben mit der Intention dieses oder jenes in dir auszulösen. Ich kann nur geben, was ich habe und fühle und entweder tritt es in Resonanz mit dir oder nicht. Es wird die erreichen, die es haben wollen. So ist das mit unserem Geschenk. Du bist ein Geschenk, als der der du bist. Diese Einzigartigkeit zieht genau jene an die sich mit dir identifizieren können, ob bewusst oder unbewusst. Du bestimmst durch dein Sein was bei dir passiert, wie dein Umfeld aussieht und dein ganzes Leben.

Wieso den eigenen  Schatz im Marianengraben versenken und sich auf die Suche nach dem eines anderen machen. Das ist verrückt. Genieße dein Geschenk. Damit, dass du bist hast du alles erfüllt.

Es gibt nichts zu beweisen nur zu erfahren. Dein Ich wird sich verändern, du wirst dich entwickeln, doch du wirst immer das Ich-Gefühl haben, so wie jeder von uns. Keiner von uns ist gleich, doch wir alle sind aus etwas gemacht, dass uns verbindet. Wir sind nicht GLEICH, doch wir sind EINS.


Das ist jetzt sehr schnell sehr spirituell eskaliert. Ich hoffe ich konnte dich ein bisschen mitnehmen.


Als ich angefangen habe über Energie und das Quantenfeld zu lernen hat sich für mich ein neues Weltbild ergeben. Ich bin neugierig und ich will Dinge logisch nachvollziehen können. Zeitgleich fühle und spüre ich, wenn für mich etwas wahr ist.

Dazu aber in einem anderen Beitrag gerne mehr. . . Jetzt war es mir wichtig auszudrücken wie schwierig es sich anfühlt wir selbst zu sein, vielleicht auch weil wir ein Stück weit so erzogen worden sind, und wie simpel es ist am Ende doch einfach wir selbst zu sein. Wir können es uns schließlich aussuchen.

Also warum nicht alles sein von dem wir immer geträumt haben? Warum nicht einer der Menschen sein, die wir immer gesucht haben da draußen?

Madeleine

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