Was ist mein Thema?

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Schon immer habe ich den Wunsch anderen Menschen zu helfen. Vielleicht rührt das daher, dass ich weiß wie es sich anfühlt sich Hilfe zu wünschen. Seit einiger Zeit möchte ich das unbedingt konkretisieren, meine Berufung finden. Das Thema finden, wobei ich anderen Menschen helfen kann.

Also habe ich überlegt: Was kann ich gut? Was liegt mir überdurchschnittlich gut. Ich habe Einzel-Coachings gemacht, Seminare besucht, meditiert und meine Stärken analysiert mit Büchern wie „Entdecke deine Stärken jetzt“ (Kann ich an der Stelle nur empfehlen vor allem, wenn du mit anderen Menschen zusammen arbeitest, sie anleitest oder eine Führungsposition hast).

Ich kann besonders gut schreiben und schaffe es den Leser irgendwie abzuholen. Bei anderen Menschen nehme ich vor allem wahr, was sie voneinander unterscheidet, was sie besonders macht. Mein Intellekt ist am wachsten und in Hochform, wenn ich viel lese, mir viele Gedanken mache und Ideen durchgehe und brainstorme und die positive Grundeinstellung die ich zum Leben habe, hilft mir das Leben zu genießen und alle Probleme nicht als Probleme sondern als Geschenke zu sehen.

Wie kann ich jetzt damit anderen Menschen helfen? Ich habe mir überlegt, dass es sicherlich einige gibt die gern Schreiben würden, die gern lernen würden sich auszudrücken. Kann ich ihnen das beibringen? Ich denke nicht und ich erkläre dir auch warum:

Ich denke, du kannst einem anderen Menschen nur so weit helfen wie du selbst gekommen bist. Ich glaube außerdem, dass du Anderen nur dabei helfen kannst Probleme zu lösen die du vorher für dich selbst gelöst hast.

Klingt jetzt vielleicht ein wenig abgehoben, aber es ist einfach eine Tatsache: Ich weiß nicht wie es sich anfühlt, sich zu wünschen schreiben zu können. Ich weiß nicht, wie man Schreibblockaden überwindet. Ich habe einen Gedanken oder eine Idee und klappe meinen Laptop auf, dann schreibe ich los – so wie jetzt. Es kommt einfach aus mir heraus, dann ist es fertig und ich lese es nicht mal durch um etwas daran zu ändern. Höchstens Tippfehler und Satzzeichen werden korrigiert. Doch die Worte fließen genauso wie du sie später liest und ich weiß nicht, wie ich dir das beibringen soll, wenn es dir nicht so geht, denn ich habe es mir selbst nicht beigebracht. Es passiert einfach. Deshalb ist das Schreiben, so sehr ich es liebe nicht das Thema wobei ich anderen Menschen helfen kann. Es ist vielmehr das Medium für mich.

Dann habe ich überlegt: Ich kann anderen Menschen nur bei Themen helfen, die ich selbst schon für mich gelöst habe. Also habe ich mich gefragt: Welche Probleme und Themen habe ich für mich selbst schon gelöst?


Vor einigen Jahren hatte ich ein großes Thema, das wie eine dunkle Regenwolke über meinem Leben zu schweben schien. Die positive Grundeinstellung von der ich oben erzählt habe, die hatte ich nicht immer. Die habe ich mir beigebracht. Das war zu einer Zeit in der ich meinen Job gehasst habe. Ich habe mich gefühlt, als würde ich jeden Tag aufs Neue ins Gefängnis gehen und meine kostbare Lebenszeit verschwenden. Meine Beziehung und meine Freundschaften haben darunter gelitten, dass ich nicht wusste was ich vom Leben will. Ich wusste nicht wer ich bin und was ich will. Ich war so überfordert, dass ich einfach nur wollte dass alles aufhört und sich nicht immer alles so intensiv anfühlt. Ich habe mich verkrochen. Zuerst einige Tage, dann Wochenlang. Ich ging nicht mehr zur Arbeit und ich hatte für niemanden noch in nettes Wort übrig. Ich war so enttäuscht vom Leben und den Menschen, dass ich einfach nur allein sein wollte und gleichzeitig habe ich mich schrecklich einsam gefühlt.

Was ist dann passiert? Ich habe es ein bisschen übertrieben, wenn ich nicht geschlafen habe, dann habe ich gefeiert. Dadurch konnte ich mich ablenken und danach noch viel länger weiter schlafen, je mehr ich gefeiert habe, desto fertiger war ich danach. Ich erinnere mich an einen Tag. Da lag ich auf der Matratze in meiner Neubauwohnung in München.  Wir hatten drei einhalb Zimmer und ich habe mich in einem verkrochen. Ich lag da und habe mich in meine graue Bettdecke eingekuschelt. Zu der Zeit hatte ich einen Partner, der das alles mitgemacht hat. Er kam rein und wollte mich dazu bringen endlich aufzustehen. Ich habe ihn wütend rausgeschickt. Gott, damals konnte ich so grausam sein.


In einem Einzel-Coaching hatte mich mein Trainer gefragt: „Madeleine, wie hast du diesen Punkt überwunden? Was ist passiert, was hast du gemacht um da  wieder raus zu kommen?“


Zuerst wusste ich es nicht, doch jetzt kann ich es genau greifen. Ich habe eine Stimme in meinem Kopf gehört die gesagt hat: „Madeleine, du brauchst Hilfe. Du schaffst das alleine nicht mehr. Du weißt, dass es dir nicht gut geht. Du weißt, dass es dir wieder gut gehen kann. Hol dir Hilfe!“

Kennst du diese Stimme? Vielleicht war es mein Unterbewusstsein oder meine Intuition. Es gibt tausend Dinge an die die Menschen glauben, Schutzengel, Gott, Universum etc. Ich denke es war mein höheres Ich, mein Zukunftsich, einfach ein anderer Teil von mir. Ich bin aufgestanden und habe meine Mama angerufen. Durch ihre Ausbildung im therapeutischen Bereich hatte sie gute Kontakte. So kam ich zu der Frau, die mich durch Hypnosetherapie aus meiner Depression zurück ins Leben begleitet hat. Ich habe von meiner Mutter gehört, dass die Einstellung zum Leben das ganze Leben bestimmt. Ich habe alles umgekrempelt, bin ausgezogen Richtung Natur, habe mich mit einem Rundumschlag von meinem ganzen alten Umfeld getrennt, habe mir Gedanken gemacht, wie ich mich beruflich verändern möchte und angefangen daran zu glauben, dass ich alles in der Hand habe. Ich habe Verantwortung für alles übernommen und seitdem ging es nur noch bergauf.


So entstand dann mein erstes Buch:  „Muse – How to Create Your Own Happiness“. Ich dachte mir, wenn ich nur einem einzigen Menschen da draußen damit helfen kann nur einen Augenblick lang ein bisschen glücklicher zu sein, dann hat es sich gelohnt.

Mein Thema ist es nicht wie du Depressionen überwinden kannst. Das machen Menschen, die dazu befähigt sind durch entsprechende praktische und theoretische Ausbildungen. Jedoch kann ich weitergeben was dazu geführt hat, dass ich endlich wieder glücklich war – eigentlich zum ersten Mal so richtig glücklich. Es war ein Weg, eine Reise. Die Reise der Persönlichen Weiterentwicklung hin zu sich selbst, zu dem „ich“ dass ich sein möchte. Die Reise beginnt damit Verantwortung anzunehmen und zu erkennen, dass du der Mittelpunkt DEINES Lebens bist und sich alles um dich herum um dich dreht und widerspiegelt was in dir vor sich geht. Diese Reise endet nie und genau deshalb heißt es auch “Der Weg ist das Ziel”… und nicht das Ankommen, denn du kommst nie an.

Ich habe so unglaublich viel gelernt und erfahren und ich kann unzählige Seiten beschreiben, dir davon zu erzählen und weißt du was, genau das mache ich auch.


Christian Bischoff meinte einmal zu mir so oder so ähnlich: „Madeleine, wenn du Trainerin sein willst brauchst du eine Konstante in deinem Leben, Etwas, dass sich wie ein roter Faden durch dein Leben zieht, mit dem du dich positionieren kannst.“


Ich habe mich nie mit etwas zufrieden gegeben. Ich wusste immer, dass Veränderung dazu gehört und Entwicklung der Schlüssel ist. Egal wie gut oder schlimm es war, ich wusste immer nichts ist absolut und alles ist im Wandel.

Ich lade dich also dazu ein mir auf meiner Reise zu folgen und dich auf deine eigene Reise zu machen, Veränderung und Entwicklung zu begrüßen und sogar anzustoßen. Erfahrungen zu machen und dir dein eigenes Glück zu erschaffen.

Über die Jahre habe ich den Glauben gefasst die Welt ist gut und das Leben ist Liebe.

Das war nicht immer so. Doch ich habe die Probleme die das Gegenteil zu bewiesen schienen in Geschenke umgewandelt, daraus gelernt und dadurch das größte Glück erschaffen. Die Erkenntnis, dass Eigenverantwortung zugleich Freiheit bedeutet, denn der freie Wille ist die Macht das zu denken und zu fühlen was ich WILL und dadurch alles zu verändern, indem ich mich selbst veränderte.

Einige aus meinem damaligen Umfeld haben sich inzwischen übrigens auch weiterentwickelt und wir haben wieder zueinander gefunden. Du siehst nichts ist absolut, denn alles ist stetig in Bewegung.

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